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Ehrlich im Glauben reifen

Wenn wir als geistlich orientierte Menschen „authentisch“ älter werden, erkennen wir immer mehr, wie limitiert unsere Liebe zu anderen und zu Gott ist. Wie verdreht unser Herz immer noch ist; und wie eigennützig unsere innersten Motive oft noch sind. Und da ist dann die reale Sehnsucht und Versuchung, in uns hineinzuschauen und „aufzuräumen“, um ein Mensch mit einem reinen Herzen, edlen und uneigennützigen Motiven und unkonditioneller Liebe zu Gott und zu den Menschen zu werden.

Doch, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, diese Versuche der Selbstverbesserung landen zu oft im Nichts und führen uns zu noch größerer Verzweiflung und Selbstentwertung. Je mehr wir in uns selbst schauen und auf unser Versagen, umso größer wird unsere Frustration über unser augenscheinliches Versagen und unsere offensichtliche Unfähigkeit uns dauerhaft selbst zu verbessern!

Es ist das, was uns die Lebenskrisen der Lebensreise lehren . . .
Nur der Vater, in und durch Christus, kann uns wirklich transformieren. Deswegen müssen wir lernen unsere inneren Augen von uns und unserer offensichtlichen Unfähigkeit weg zu wenden und auf „Den Einen“ zu schauen „Der das gute Werk in uns angefangen hat und es auch ganz gewiss vollenden wird“. . .
Es ist die schwerste Lektion im geistlichen Leben, die eigene Perfektionierung aufzugeben und der Gnade des Vaters zu vertrauen, die uns beschämt. Aber wenn wir sie zulassen werden wir transformiert und immer mehr verändert.

Der Prozess des eigenen Versagens und immer wieder 7×70 mal Gnade zu empfangen ist durch und durch gottgewollt. Denn dadurch bekommen wir selber ein barmherziges Herz und schauen nicht mehr arrogant, verurteilend und selbstgerecht auf andere und ihre Fehler herab, sondern ermutigen sie derselben Gnade zu vertrauen die uns prozesshaft ein Leben lang verändert..

Uwe Dahlke

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